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Hoeneß Urteil rechtskräftig

Dienstag, März 18th, 2014

Schon kurz nach Ostern könnten die Tage von Uli Hoeneß in Freiheit gezählt sein. Nach dem Verzicht der Staatsanwaltschaft auf Revision gegen das spektakuläre Urteil muss der tief gefallene Ex-Patron des FC Bayern definitiv schon bald ins Gefängnis.

Wie zuvor schon der Steuersünder selbst legten am Montag auch die Ankläger keine Rechtsmittel gegen die vom Landgericht München verhängten drei Jahre und sechs Monate Haft ein.

«Das Urteil in der Strafsache gegen Ulrich H. ist somit rechtskräftig», teilte das Landgericht München II am Nachmittag mit. In etwa sechs Wochen dürfte der langjährige Manager und Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters dann in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech seine Haftstrafe antreten.

Die Entscheidung des Gerichts sei vertretbar, erläuterte der stellvertretende Sprecher der Staatsanwaltschaft München II, Florian Gliwitzky, den Verzicht auf eine Revision. «Die Staatsanwaltschaft soll nur dann Rechtsmittel einlegen, wenn das Strafmaß in einem offensichtlichen Missverhältnis zur Schuld steht. Das war aus unserer Einschätzung nicht Fall.» Ursprünglich hatte die Justizbehörde fünfeinhalb Jahre Haft für den 62 Jahre alten Hoeneß gefordert.

Das Gericht hatte den Fußball-Macher am vergangenen Donnerstag wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro verurteilt. Bei einer möglichen Revision hätte Hoeneß eine geringere, aber auch eine härtere Strafe bekommen können. Diesem Risiko und auch einem langen Verfahren beugte der Ex-Nationalspieler mit seiner Entscheidung vor.

Der Chef der Linkspartei, Bernd Riexinger, beklagte, dass «viele Fragen womöglich für immer ungeklärt» blieben. Der Politiker forderte eine Untersuchung der Causa im Hinblick auf eine mögliche Rolle des Clubs. «Ich würde es begrüßen, wenn der FC Bayern eine unabhängige Kommission von Wirtschaftsprüfern einsetzt, die offenlegt, ob und welche Verquickungen es zwischen dem Fall Hoeneß und dem FC Bayern gibt», sagte er dem «Handelsblatt Online».

Der Beschuldigte hatte die Zockerei mit dem Schweizer Konto stets als Privatsache bezeichnet. «Steuerhinterziehung war der Fehler meines Lebens. Den Konsequenzen dieses Fehlers stelle ich mich», hatte er am Freitag erklärt. Dem «Kicker» sagte Hoeneß am Sonntag: «Ich lasse das im Moment alles mal auf mich zukommen. Und dann sehen wir weiter.»

Die Staatsanwaltschaft rechnet mit der schriftlichen Urteilsbegründung in etwa vier Wochen, wie ein Sprecher am Montag in München sagte. «Dann werden wir die Vollstreckung einleiten.» Etwa zwei Wochen dauere es anschließend in der Regel, bis der Verurteilte die Haftstrafe in Landsberg etwa 45 Autominuten von München entfernt antreten muss – im Fall Hoeneß also nach Ostern. «Es hängt aber alles davon ab, wie schnell wir die Akten bekommen», betonte der Sprecher. Das Champions-League-Finale Ende Mai in Lissabon und die Fußball-WM muss Hoeneß wohl hinter Gittern verfolgen.

Auch für den FC Bayern hat eine neue Zeitrechnung ohne den seit mehr als 30 Jahren wirkenden Manager begonnen. Neuer Clubpräsident soll Karl Hopfner werden, der am 2. Mai bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zur Wahl steht. «Ich mache das wirklich nur für den FC Bayern, weil ich dem Verein so viel zu verdanken habe, da kann man in dieser nicht leichten Situation nicht Nein sagen», sagte er dem «Kicker». «Ich habe mir das nicht so vorgestellt.»

Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern an der Vereinsspitze, Franz Beckenbauer und Hoeneß, will Hopfner aber nicht zugleich auch noch Chef des Aufsichtsrats der FC Bayern AG werden. Dieses Amt hat «bis auf weiteres» Adidas-Chef Herbert Hainer inne. «Jetzt muss erst Ruhe rein», forderte Hopfner. Eine Hauptversammlung der AG werde es wohl erst «im Juli oder noch ein bisschen später» geben, sagte Hopfner. «Da ist keine Eile geboten, die Handlungsfähigkeit ist gegeben.»

Quelle: IT Dienstleister von yahoo.de

Der Pilot im Visier der Behörden

Dienstag, März 18th, 2014

Bei der Suche nach der verschollenen malaysischen Passagiermaschine rücken die beiden Piloten zunehmend ins Visier. Nach Erkenntnissen von Malaysian Airlines war es Ko-Pilot Fariq Abdul Hamid, der die letzten Worte aus dem Cockpit sprach, wie Airline-Chef Ahmad Jauhari Yahya sagte. Der ruhig klingende Gruß “In Ordnung, gute Nacht” kam zwölf Minuten, nachdem das Kommunikationssystem ACARS manuell abgeschaltet worden war.

Zwei Minuten nach den letzten Worten von Fariq wurde auch der Transponder ausgeschaltet, der automatisch Daten an die Flugkontrolle überträgt. Anschließend verschwand die Maschine mit 239 Menschen an Bord von den zivilen Radarschirmen. Den Sprecher der letzten Worte zu kennen, könnte die Ermittlungen einen wesentlichen Schritt weiterbringen – denn eine zentrale Frage bei der Suche nach dem Flug MH370 ist, wer nach der willentlichen Abschaltung der Kommunikationssysteme die Kontrolle an Bord hatte.

Auch die US-Geheimdienste konzentrieren sich offensichtlich auf die beiden Piloten. Das bestätigte der Vorsitzende des Heimatschutz-Ausschusses im US-Repräsentantenhaus, Michael McCaul, im Fernsehsender Fox News. Nach allem, was er von ranghohen Vertretern der Geheimdienste und Anti-Terror-Experten wisse, “war irgendetwas mit dem Piloten”, sagte McCaul. “Ich denke, all’ das führt ins Cockpit, zu dem Piloten und dem Ko-Piloten.”

Am Samstag hatten malaysische Ermittler die Wohnungen des Flugkapitäns Zaharie Ahmad Shah und des Ko-Piloten durchsucht, zugleich aber vor “voreiligen Schlüssen” gewarnt. Über den Flugkommandanten ist inzwischen bekannt, dass er Mitglied der Oppositionspartei des Politikers Anwar Ibrahim ist. Dieser war am Vortag des Flugs MH370 wegen des Vorwurfs der Homosexualität zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Parteifreund Zaharies, der Parlamentarier Sivarasa Rasiah, sowie dessen Assistent wiesen jedoch Medienberichte entschieden zurück, wonach der Pilot nach dem Urteil außer sich gewesen sei.

Zaharie, in dessen Haus ein selbstgebauter Flugsimulator gefunden worden war, ist offensichtlich ein begeisterter Hobby-Handwerker. Auf seinem Youtube-Kanal (www.youtube.com/user/catalinapby1) sind Videos zu sehen, in denen er etwa fröhlich erklärt, wie eine Klimaanlage repariert wird.

Der 27-jährige Ko-Pilot Fariq wird von Freunden als ruhig und gut erzogen beschrieben. Der Sohn eines ranghohen Beamten soll mit einer Pilotin verlobt sein, die er vor Jahren in der Flugschule kennenlernte. Fariq besuchte regelmäßig die Moschee in seinem Viertel und nahm ab und zu an Islam-Unterricht teil, wie der dortige Imam Ahamd Sharafi Ali Asrah sagte. Er nannte ihn einen “guten Jungen”.

Das vermisste Flugzeug war in der Nacht zu Samstag vor mehr als einer Woche auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden, ohne dass zuvor ein Notruf abgesetzt wurde. Eine Flugzeugentführung oder Sabotage im Cockpit erscheint inzwischen immer wahrscheinlicher.

Die Behörden gehen nach Auswertung von Radar- und Satellitendaten davon aus, dass das Flugzeug von seinem planmäßigen Kurs über das Südchinesische Meer abwich, über die malaysische Halbinsel flog und weiter in nordwestlicher Richtung auf die Andamanensee zusteuerte. Die malaysische Regierung beschrieb zwei mögliche Flugkorridore des Passagierjets, die sich von Kasachstan bis zum südlichen Indischen Ozean erstrecken. Australien übernahm am Montag die Verantwortung für die Suche auf der möglichen südlichen Flugroute.

Quelle: IT Dienstleister von yahoo.de

Sanktionen gegen Russland beschlossen

Dienstag, März 18th, 2014

Als Reaktion auf die von Russland vorangetriebene Abspaltung der ukrainischen Halbinsel Krim haben die EU und die USA ihre Sanktionen verschärft. Die EU-Außenminister und die US-Regierung bestraften auch enge Mitarbeiter von Russlands Präsident Wladimir Putin mit Kontensperrungen und Einreiseverboten. Dessen ungeachtet stellte das Krim-Parlament weitere Weichen für den Russland-Beitritt.

Von den EU-Maßnahmen sind 21 Russen und Ukrainer betroffen, wie die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton nach dem Außenministertreffen in Brüssel bekanntgab. Sie würden verantwortlich gemacht, “die territoriale Unversehrtheit, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben oder bedroht” zu haben. “Wir rufen die russische Regierung auf, keine Schritte zu unternehmen, die Krim zu annektieren”, sagte Ashton.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, betroffen von den bereits ab Montag gültigen Strafmaßnahmen seien auch zehn Personen aus Russland, darunter Parlamentsangehörige, der Kommandeur der Schwarzmeerflotte und zwei Militärs, die für den südlichen und den westlichen Bereich der Militäroperationen Verantwortung tragen.

Steinmeier kritisierte die “Einverleibung” der Krim als Verstoß gegen das Völkerrecht. Die Beschlüsse vom Montag sind die zweite Sanktionsrunde der EU. In einem ersten Schritt waren die Verhandlungen mit Russland über Visaerleichterungen auf Eis gelegt worden.

Quelle: IT Dienstleister von yahoo.de